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Update Foxconn R10-D2 – Mit PCI-Grafikkarte auch BluRay-fähig

foxconn-r10d2

Hier ein kleines Update zu unserem Review des Foxconn R10-D2. Im Urzustand ist es leider nicht ohne weiteres möglich, das R10-D2 als Heimkino-Server ohne kleine Abstriche einzusetzen, wie bereits in unserem Testbericht zu diesem schicken kleinen Desktop geschrieben. Durch das Nachrüsten mit einer Grafikkarte im PCI-Format kann man hier allerdings wunderbar nachhelfen. Der Konkurrent Zotac versucht seine NM10 Mainboards mit einer Nvidia-ION Upgradegrafikkarte auf die Sprünge zu helfen, die leider so nicht im Einzelhandel erhältlich ist und daher aus der engeren Wahl fällt. Unsere Wahl fiel auf die 3D-Club Geforce 8400 GS PCI-Edition (leider war 3D-Club nicht bereit uns ein Testexemplar zur Verfügung zu stellen, also Portokasse plündern). Denkbar wäre es auch, den R10-D2 mit einer anderen Grafikkarte zu betreiben, soweit diese eine Einbautiefe von 20 mm nicht überschreitet, sonst kommt sie sich mit dem Netzteil in die Quere. Da die von uns gewählte Grafikkarte nur 18 mm Höhe misst, kein Problem.

foxconn-r10d2-windows8Mit der neuen Grafikpower steigt zwar der Stromverbrauch des Systems an, allerdings kann man nun bedenkenlos BluRay-Filme schauen oder HD-Material von Youtube.com abrufen. Die Emulation neuerer Spielekonsolen, wie Playstation 2 oder Gamecube läuft damit aber leider nicht flüssig. Dennoch reicht die Grafikpower durchaus aus, um Spiele wie World of Warcraft, Civilization 4 oder gar Command & Conquer 3 auf dem großen Fernseher im Wohnzimmer zu genießen, vorausgesetzt, man schließt den R10-D2 über einen DVI auf HDMI-Adapter an den Fernseher an. Auflösungen von 720p oder gar 1080p sind nun kein Problem für den Stromsparzwerg mehr. Hyperspin läuft wie eine Eins auf dem kleinen Racker und macht richtig Lust auf’s Retrozocken.

Wer eine Eierlegende-Wollmilchsau mit Stromsparqualitäten haben möchte, kann hier bedenkenlos zugreifen!

Anstoss: Der Fußballmanager Action – Part 1

anstoss der fussballmanager

Während sich EA`s Fifa-Serie in den letzten Jahren trotz einiger Mängel und Innovationsarmut fast unbedrängt auf dem Fussballsimulations-Thron breitgemacht hat, reifte beim Gütersloher Entwickler Ascaron in dreijähriger Entwicklungszeit ein äusserst ernstzunehmender Konkurrent heran. Nachdem Ascaron mit Anstoss 3 den ultimativen Fussballmanager für alle Belange des Fussballs ausserhalb des aktiven Spiels veröffentlicht und sich damit bei den vielen Fans der Serie unsterblich gemacht hatte, haben die Gütersloher nun mit Anstoss action EA`s aktuellen Simulationsprimus im Visier. Wir konnten eine späte Beta 0.91 ergattern und haben einen umfangreichen Spielbericht verfasst.

Nach dem ersten Start werden wir von einem aufgeräumten, mit Animationen hinterlegten Startbildschirm samt Menüs begrüsst, welcher so nun gar nicht zur Anstoss-Geschichte passen mag. Während in der Vergangenheit Zahlenkolonnen und viele unscheinbare, teils verwinkelte Menüpunkte dominierten, haben die Gütersloher die Ergonomie nun endlich in den Griff bekommen. Anders als selbst bei EA`s aktuellem Fifa 2001 sind die Menüpunkte nun äusserst logisch angelegt und dank “Pop-Ups” auch für Einsteiger selbsterklärend.

Zur Wahl stehen dort neben Freundschaftsspielen, einem Ligamodus, Europa- und Weltmeisterschaft, auch sämtliche Details zu Taktik, Formation und auf Wunsch editierbarer Aufstellung. Wer mag, darf Abseitsfalle oder agressives Pressing in der Abwehr aktivieren. Ein weiterer Menüpunkt befasst sich mit Standardsituationen wie Frei-und Eckstössen, Elfmetern oder Zweikämpfen, die je nach Situation entweder mit einer Rumpfmannschaft oder gar mit zwei ganzen Teams ausgiebig trainiert werden können und durch ausführliche Statistiken am Ende einer Trainingseinheit begleitet werden. Bevor nun in einem ersten Spiel das Leder dran glauben muss, können noch Austragungsort, Wetter- und Platzverhältnisse als auch Schiedsrichterstrenge und der bevorzugte Spielmodus gewählt werden. Während im Action-Modus später ein rasantes Spiel mit Handballergebnissen, unkomplizierter Steuerung und unterbewertetem Realismusgrad geboten wird, wendet sich der Simulations-Modus mit niedrigerem Tempo und dem daraus resultierenden “Mehr” an Zeit zum Planen von Spielzügen samt komplexerer Steuerung an die detailversessenen Powergamer.