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Mercedes Benz World Racing

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Synetic war ja schon immer bekannt für rasante Racinggames in absoluter Edeloptik, die ihresgleichen sucht. Nun spielen uns die Gütersloher mit Mercedes Benz World Racing einen neuen genialen Streich. Nach Nice 2 und Mercedes Benz Truck Racing kommt nun schon das zweite Spiel mit offizieller Mercedes Lizenz auf den Markt. Und die Programmierer haben sich nicht lumpen lassen, so gut wie alle Automodelle der Firmengeschichte der Marke mit dem Stern ins Spiel einzubauen. Doch ob das Spiel auch in anderen Bereichen überzeugen kann, lest ihr in diesem Review.

Wie eigentlich in jedem Rennspiel versuchen Sie, in Mercedes Benz World Racing in einem Karrieremodus so viele Rennen zu gewinnen wie möglich und sich dadurch von Liga zu Liga zu spielen, um unter anderem neue Autos und Strecken frei zu schalten. Jedoch bietet Synetic ein paar wesentliche Neuerungen im System. Es geht nicht nur mehr darum, den 1. Platz zu belegen, sondern auch darum, Geschicklichkeit, Fahrdisziplin und Fairness zu beweisen. Diese Kriterien gehen nämlich ebenso in die Punkteverteilung für die Meisterschaft mit ein. Wer also erster wird, jedoch unfair gefahren ist und kaum die Handbremse für Kurvendrifts benutzt, bekommt in der Fairness und der Geschicklichkeit Abzüge. Im Endeffekt hat einem vollblütigen Verkehrschaoten der erste Platz also nicht allzu viel gebracht.

Die diversen Rennen sind in verschiedene Ligen eingeteilt. Den Einzug in die nächste Liga erreichen Sie, abhängig von Ihrer Leistung, früher oder später. Er ist von Ihren einzelnen Fähigkeiten abhängig, die sich natürlich im Laufe ihrer Karriere entwickeln. Es ist also nicht zwingend nötig, in jeder Liga den ersten Platz zu belegen, wie es bei anderen Rennspielen oft der Fall ist.

DEMO

Im Karrieremodus selber gibt es aber auch diverse Aufträge, die Sie zu erledigen haben, und die stark an die Werksfahrten aus Need for Speed 5: Porsche Unleashed erinnern. So zum Beispiel sollen Sie der Bergwacht einen G500 schmackhaft machen und ihn quer durchs Gelände in einer vorgegeben Zeit ans Ziel zu manövrieren.

All diese Fahrten werden, wie vorhin schon erwähnt, nach verschiedenen Kriterien bewertet und bringen einen in der Karriere weiter nach vorne. Von Zeit zu Zeit werden neue Fahrzeuge frei geschaltet, bis irgendwann der gesamte Fuhrpark zur Verfügung steht.

Den Autos haben die Programmierer auch die passende Grafik verpasst. Von außen wie von innen sind die Autos ein wirklicher Augenschmaus und detailgerecht nachgebaut. Besonders viel Spaß macht das fahren in der Cockpit Perspektive, denn die Programmierer haben jedem Auto nicht nur das passende Chassis verpasst, sondern auch genau das richtige Interieur und Instrumente. Schade dabei nur, dass ein Schadensmodell wohl aus Rücksicht auf die Marketinginteressen der schwäbischen Autobauer nicht vollständig vorhanden ist. Die Autos haben zwar Dellen in ihrer Karosserie, aber ein Aufprall mit 250km/h gegen eine Wand sollte doch schon mehr bringen, als nur ein paar Kratzer in der Motorhaube.

Der Fuhrpark

In Mercedes Benz World Racing finden Sie alles, was das Mercedes Museum zu bieten hat. Vom alten SL-300 „Gullwing“ bis hin zum niegel nagel neuen Luxusflitzer SLR. Besonders lobenswert dabei: Für jedes Fahrzeug gibt es ein anderes Fahrverhalten. Das Handling ändert sich sogar in der eigenen Modellreihe. Natürlich lässt sich ein C32 AMG mit Sportfahrwerk besser durch die Kurve manövrieren als ein normaler C-200. Schade ist dabei jedoch, dass sich die einzelnen Fahrzeuge nicht mit diversen Tuningteilen wie z.b. neuen Felgen, besseren Bremsen, anderen Übersetzungen etc. ausstatten lassen. Aber dafür stehen Ihnen pro Modell mehrere Motorisierungen zur Verfügung, die sich auch im Handling unterscheiden.